| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| EP heute | 45 | 53 | 135 | 78 | 184 | 84 | 85 | 27 | 29 | – |
| Juni 26 (B) | 49 | 40 | 122 | 71 | 181 | 74 | 98 | 39 | 19 | 27 |
| Aug. 26 (B) | 51 | 40 | 118 | 68 | 175 | 77 | 99 | 45 | 19 | 28 |
| Aug. 26 (D) | 56 | 40 | 119 | 70 | 175 | 84 | 103 | 45 | 28 | – |






- Basis-Szenario,
Stand: 17.8.2026.
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- Dynamisches Szenario,
Stand: 17.8.2026.
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Der Sommer ist eine schwierige Zeit für Wahlumfragen. Viele Menschen sind im Urlaub und schwer zu erreichen, was die Stichproben verzerrt. Viele Institute führen in dieser Zeit deshalb weniger oder gar keine Befragungen durch. Dadurch wiederum fallen bei der Bildung von Durchschnittswerten, wie sie dieser Europawahl-Sitzprojektion zugrunde liegen, kleine Schwankungen stärker ins Gewicht. Und manchmal werden im politischen Sommerloch auch noch nahezu zufällige Themen in der öffentlichen Aufmerksamkeit nach oben gespült, die kurzfristige Stimmungen treiben können, aber kaum langfristige Relevanz haben.
Wenigstens Letzteres war diesen Sommer allerdings nicht der Fall. Stattdessen gab es in den letzten Wochen zwei zentrale Ereignisse, die europaweit die Schlagzeilen beherrschten und sehr klare Anknüpfungspunkte zu gesellschaftlichen Großdebatten zeigten. Zum einen machten Hitzewellen, Waldbrände und Niedrigwasser deutlich, wie akut die Bedrohung durch den Klimawandel geworden ist. Zum anderen stellte die Ceuta-Krise das Thema Migration sowie die Anfälligkeit der EU für hybride Angriffe ins Rampenlicht.
Hitzewellen und Waldbrände
Da es zugleich aus der nationalen Politik der meisten EU-Mitgliedstaaten nur wenig Neues zu berichten gab (abgesehen von Ländern wie Rumänien, wo die nationale Regierungskrise vor sich hin köchelt), ist dieser Sommer ein interessantes Fallbeispiel dafür, wie sich grenzüberschreitende europäische Ereignisse auf die politische Stimmung auswirken können – oder auch nicht.
So könnte man etwa erwarten, dass angesichts des Extremwetters die Grünen an Zustimmung gewinnen, die seit langem vor den Folgen des Klimawandels warnen. Politiker:innen anderer Parteien bemühten sich allerdings, diesen Zusammenhang kleinzureden: Der französische Präsident Emmanuel Macron (RE/RE) etwa bezeichnete die Hitzewelle als ein Ausnahmeereignis, mit dem man nicht habe rechnen können. Der Sprecher des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU/EVP) sprach vom „Wetter“, das die Regierung nun einmal „nicht ändern“ könne. Zudem schlug sich eine gewisse Klimaverdrossenheit in der Gesellschaft auch in einer nachlassenden Mobilisierung von Aktivist:innen nieder.
Ceuta-Krise
Die Ereignisse in Ceuta wiederum hätten die Grundlage für eine Erfolgserzählung der europäischen Sozialdemokrat:innen bilden können. Immerhin gelang es der spanischen Mitte-links-Regierung unter Pedro Sánchez (PSOE/S&D), die Situation innerhalb von 24 Stunden in den Griff zu bekommen. Alternativ boten die vielen Todesopfer der Krise, die kaum noch hinterfragten Pushbacks und kollektiven Ausweisungen sowie das brutale Vorgehen der marokkanischen Polizei zur Verhinderung eines zweiten Grenzsturms Mitte August auch Anlass für eine linke Kritik an der Abschottungspolitik der EU.
Tatsächlich herrschte in der öffentlichen Debatte allerdings ein anderes Narrativ vor: Unterstützt von einer russischen Desinformationskampagne verbreiteten Rechtsaußen-Akteur:innen wie die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (FdI/EKR) oder die finnische Innenministerin Mari Rantanen (PS/EKR) die Behauptung, die Ceuta-Krise gefährde die Sicherheit des Schengen-Raums.
Das war zwar offensichtlich unwahr. Doch statt Meloni und Rantanen entschlossen entgegenzutreten, kritisierten auch Mitte-rechts-Politiker:innen wie EVP-Chef Manfred Weber (CSU/EVP) vor allem die aus ihrer Sicht allzu laxe spanische Migrationspolitik. Mehr noch: Sogar die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (S/S&D) stellte sich demonstrativ an Melonis Seite und provozierte damit einen offenen Streit unter den europäischen Sozialdemokrat:innen. Im Ergebnis wurde die Ceuta-Krise damit zu einem Fanal europäischer Uneinigkeit und einem Propagandaerfolg der extremen Rechten.
Von-der-Leyen-Koalition im Tief
Und tatsächlich ist das Rechtsaußen-Lager in der europäischen Sitzprojektion der wichtigste Gewinner der letzten Wochen. Nachdem die beiden großen Rechtsaußenfraktionen EKR und PfE in der ersten Jahreshälfte an Zustimmung verloren hatten, können sie sich nun stabilisieren; die kleinste und extremste Rechtsaußenfraktion ESN legt sogar deutlich zu und steigt auf einen neuen Höchstwert.
Die großen Verlierer sind hingegen die Fraktionen der Mitte, also die konservative EVP, die sozialdemokratische S&D und die liberale RE. Alle drei fallen im Vergleich zur Projektion von letztem Juni deutlich zurück. Zusammen käme die sogenannte Von-der-Leyen-Koalition im Basis-Szenario der Projektion jetzt nur noch auf 361 Sitze – das rechnerische Minimum, das für eine absolute Mehrheit erforderlich ist.
Für die Grünen schließlich brachte der Sommer kaum Veränderungen: Sie können trotz der Hitzewelle nicht zulegen und wären nun wieder die kleinste Fraktion im Europäischen Parlament.
EVP: Deutliche Verluste
Betrachtet man die Fraktionen im Einzelnen, so hatte die EVP die größten Einbußen zu verzeichnen. Dabei handelt es sich zum Teil um eine Regression zur Mitte: In der Juni-Projektion hatte die Fraktion aufgrund zufälliger Schwankungen in den Umfragen ungewöhnlich viele Sitze dazugewonnen, von denen nun einige (etwa in Ungarn oder Rumänien) wieder verloren gehen.
Anderswo hingegen verlieren die EVP-Mitgliedsparteien tatsächlich Boden. Insbesondere die deutsche CDU/CSU, aber auch der niederländische CDA oder die polnische KO stehen nun schwächer da als vor dem Sommer. Etwas zulegen kann hingegen die kleine christliche Partei KD aus Schweden. Unter dem Strich erreicht die EVP-Fraktion im Basisszenario der Sitzprojektion damit nun 175 Sitze (–6 gegenüber Juni).
S&D: Neuer Negativrekord
Verluste gibt es in der Sitzprojektion auch bei der sozialdemokratischen Fraktion S&D. Hier rutschte unter anderem der spanische PSOE über den Sommer etwas in den Umfragen ab – allerdings nicht als Folge der Ceuta-Krise, sondern bereits in den Wochen zuvor. In Griechenland wiederum leidet die S&D-Mitgliedspartei PASOK unter dem Erfolg der aufstrebenden linken Konkurrenzpartei ELAS.
Hinzu kommen für die Sozialdemokrat:innen leichte Verluste in Polen, Portugal, Österreich und Slowenien sowie Zugewinne in Rumänien. In all diesen Fällen handelt es sich zwar nur um geringe Schwankungen in den Umfragen, die angesichts der sommerlich dünnen Datengrundlage nicht überbewertet werden sollten. Dennoch ist das Ergebnis für die S&D-Fraktion bitter: Sie steht in der Projektion nun nur noch bei 118 Sitzen (–4), ein neuer historischer Tiefstwert.
Grüne trotz Hitzewelle unverändert
Die Einbußen der liberalen RE-Fraktion gehen vor allem auf Italien zurück, wo die beiden liberalen Kleinparteien Italia Viva und Più Europa nun auch zusammen wieder an der nationalen Vierprozenthürde scheitern würden. Auch die finnische Keskusta fällt in der Wählergunst etwas zurück. Insgesamt kommt die RE-Fraktion damit auf 68 Sitze (–3).
Die europäischen Grünen erfahren in allen Mitgliedstaaten allenfalls geringfügige Veränderungen; ein Effekt des Hitzesommers ist in den Umfragen nicht zu erkennen. Immerhin ist die Grüne/EFA-Fraktion aber die einzige der pro-europäischen Mitte, die in der Sitzprojektion über den Sommer keine Verluste verzeichnen musste; sie verharrt bei 40 Sitzen (±0).
Etwas besser schneidet hingegen die Linksfraktion ab. Hier gewann zuletzt vor allem die deutsche Linke dazu, die nun in mehreren Umfragen gleichauf oder sogar vor der SPD (S&D) liegt. Neu im Tableau ist außerdem die österreichische KPÖ, die Ende Juni die Kommunalwahl in Graz gewann und in den Wochen danach auch landesweit knapp über die nationale Vier-Prozent-Hürde kletterte. Insgesamt kommt die Linksfraktion in der Sitzprojektion nun auf 51 Sitze (+2).
EKR gewinnt leicht dazu – und spaltet sich in Polen
Auf der rechten Seite des politischen Spektrums gewinnt die EKR-Fraktion leicht dazu (77 Sitze/+3). Während die tschechische ODS leichte Einbußen verzeichnete, konnten sowohl die finnischen PS als auch die slowakische SaS konnten über den Sommer zulegen. Die lettische AS (ein Parteienbündnis mit regionalistischen, ökologisch-konservativen sowie europaskeptischen Elementen) schoss wenige Wochen vor der Parlamentswahl Anfang Oktober sogar an die Spitze der nationalen Umfragen. Zudem profitiert die EKR-Fraktion vom Beitritt der zuletzt fraktionslosen bulgarischen Partei DPS.
In Polen wiederum kam es Ende Juli zu einer Spaltung der EKR-Mitgliedspartei PiS, als eine Gruppe um den früheren Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki die Unterzeichnung einer Loyalitätserklärung verweigerte und deshalb aus der Partei ausgeschlossen wurde. Morawiecki trat daraufhin als EKR-Parteichef zurück und plant nun mit seiner Gruppe Rozwój Plus die Gründung einer eigenen nationalen Partei. Die mit ihm verbündeten Europaabgeordneten verbleiben jedoch bis auf Weiteres in der EKR-Fraktion – wohl auch, weil es in sämtlichen anderen Rechtsaußenfraktionen bereits andere polnische Mitgliedsparteien gibt.
PfE etwas stärker, ESN auf neuem Höchstwert
Die PfE-Fraktion konnte über den Sommer ebenfalls geringfügig dazugewinnen (99 Sitze/+1). Während in Italien verliert die Lega weiter Wähler:innen an die neue, noch weiter rechts stehende Konkurrenzpartei FN (ESN) verliert, schneiden die PfE-Mitglieder aus Österreich und Portugal nun etwas besser ab als zuvor. In Tschechien legt die ANO zu, während die Autofahrerpartei Motoristé, die ebenfalls der PfE angehört, nun wieder an der nationalen Fünfprozenthürde scheitern würde.
Deutlich zulegen kann die ESN-Fraktion. Mit 45 Sitzen (+6) erreicht die kleinste und extremste der drei Rechtsaußen-Fraktionen in der Sitzprojektion einen neuen Höchstwert. Dazugewinnen kann ein weiteres Mal die deutsche AfD. Mit nunmehr 25 Sitzen wäre sie aktuell die zweitgrößte Einzelpartei im ganzen Parlament, übertroffen nur durch das französische RN (PfE, 34 Sitze). Auch der italienische FN klettert erneut in der Wählergunst. Leichte Zugewinne gibt es in der Sitzprojektion außerdem für die ESN-Mitgliedsparteien aus den Niederlanden, Tschechien und Ungarn; diese gehen allerdings jeweils nur auf einzelne Umfragen zurück und könnten deshalb auch bloße Zufallsschwankungen sein.
Rechtsaußen stabilisiert sich
Nachdem das Rechtsaußen-Lager zuvor seit Ende 2025 in der Sitzprojektion an Boden verloren hatte, erfährt es nun also eine gewisse Stabilisierung. Dies liegt nicht nur an den Reaktionen auf die Ceuta-Krise: In mehreren Mitgliedstaaten setzte bereits im Juni oder Juli eine leichte Erholung der Rechtsaußen-Parteien ein. Dass in der Öffentlichkeit wieder einmal über eine angeblich „unkontrollierte Migration“ diskutiert wird, dürfte den Rechtsaußenparteien aber wohl gelegen kommen.
Allerdings sind all diese Beobachtungen aufgrund des Sommerlochs mit einigen Unsicherheiten behaftet. Ob der Abwärtstrend des Rechtsaußen-Lagers wirklich schon wieder vorüber ist oder sich im Herbst weiter fortsetzt, bleibt deshalb abzuwarten.
Fraktionslose unverändert, Sonstige legen leicht zu
Nur geringfügige Veränderungen gibt es schließlich bei den fraktionslosen Parteien. Hier kann die rechtsextreme Anti-System-Partei KKP aus Polen zulegen, während die griechische kommunistische Partei KKE an Zustimmung verliert. Unter dem Strich stehen die Fraktionslosen weiterhin bei 19 Sitzen (±0).
Die „sonstigen“ Parteien, die bislang nicht im Europäischen Parlament vertreten sind und keiner Fraktion klar zugerechnet werden können, gewinnen in der Sitzprojektion ebenfalls hinzu, und zwar bereits zum vierten Mal in Folge (29 Sitze/+2). Auffällig sind hier insbesondere:
- die griechische Linkspartei ELAS um den früheren Regierungschef Alexis Tsipras, die in den Umfragen inzwischen klar die stärkste nationale Oppositionspartei ist,
- die christlich-rechtspopulistische sowie pro-russische Partei SV aus Lettland, die vor der nationalen Parlamentswahl im Oktober in den Umfragen auf dem zweiten Platz steht,
- die konservativ-europaskeptische Anti-Abtreibungs-Partei Aontú aus Irland, die nun zum ersten Mal einen Sitz im Europäischen Parlament gewinnen könnte.
Die Übersicht
Die folgende Tabelle schlüsselt die Sitzverteilung der Projektion nach nationalen Einzelparteien auf. Die Tabelle folgt dem Basisszenario, in dem die nationalen Parteien jeweils ihrer aktuellen Fraktion (bzw. der Fraktion ihrer europäischen Dachpartei) zugeordnet sind. Parteien, die weder im Parlament vertreten sind noch einer europäischen Partei angehören, verbleiben in der Spalte „Sonstige“.
Das dynamische Szenario der Sitzprojektion baut auf dem Basisszenario auf, ordnet jedoch auch alle „sonstigen Parteien“ jeweils Fraktionen zu, denen diese plausiblerweise beitreten könnten. Im Vergleich zum Basisszenario sind im dynamischen Szenario vor allem die EKR-Fraktion sowie die Gruppe der Fraktionslosen etwas stärker. In der Tabelle sind die Veränderungen vom Basis- zum dynamischen Szenario durch farbige Schrift und durch Hinweise im Mouseover-Text gekennzeichnet. Gegebenenfalls sind im Mouseover-Text zudem noch alternative Zielfraktionen für die betreffende Partei angeführt.
Da es keine gesamteuropäischen Wahlumfragen gibt, basiert die Projektion auf aggregierten nationalen Umfragen und Wahlergebnissen aus allen Mitgliedstaaten. Wie die Datengrundlage für die Länder im Einzelnen aussieht, ist im Kleingedruckten unter den Tabellen erläutert. Mehr Informationen zu den europäischen Parteien und zu den Fraktionen im Europäischen Parlament gibt es hier.
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| EP heute | 45 | 53 | 135 | 78 | 184 | 84 | 85 | 27 | 29 | – |
| Juni 26 (B) | 49 | 40 | 122 | 71 | 181 | 74 | 98 | 39 | 19 | 27 |
| Aug. 26 (B) | 51 | 40 | 118 | 68 | 175 | 77 | 99 | 45 | 19 | 28 |
| Aug. 26 (D) | 56 | 40 | 119 | 70 | 175 | 84 | 103 | 45 | 28 | – |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| DE | 10 Linke 1 Tier |
13 Grüne 3 Volt |
11 SPD | 4 FDP 3 FW 1 PdF |
18 Union 1 Familie 1 ÖDP |
25 AfD | 3 BSW 2 Partei |
|||
| FR | 8 LFI |
|
13 PS | 14 RE | 12 LR | 34 RN |
|
|||
| IT | 11 M5S 2 SI |
4 EV | 18 PD |
|
6 FI 1 SVP |
23 FdI | 5 Lega | 6 FN | ||
| ES |
2 Sumar 2 Pod 1 Bildu |
2 Sumar 1 ERC |
17 PSOE |
1 PNV
|
22 PP | 12 Vox |
1 SALF |
|||
| PL | 4 Lewica |
|
19 KO |
13 PiS 3 R+ |
4 Konf | 4 Konf | 6 KKP | |||
| RO | 9 PSD |
2 USR 1 PMP |
8 PNL |
13 AUR |
|
|
||||
| NL |
|
3 PRO |
3 PRO |
5 D66 4 VVD |
3 CDA |
|
5 PVV | 4 FvD | 4 JA21 |
|
| BE | 2 PTB |
1 Groen |
2 Vooruit 3 PS |
1 Anders 2 MR 2 LE |
1 CD&V 1 CSP |
3 N-VA | 4 VB | |||
| CZ | 2 Piráti |
4 STAN 1 TOP09 |
3 ODS | 9 ANO |
2 SPD |
|
||||
| EL |
|
2 PASOK |
|
7 ND | 2 EL | 1 FL |
1 KKE 1 PE |
4 ELAS 2 Elpída 1 MéRA |
||
| HU |
|
|
14 TISZA |
5 Fidesz | 2 MHM |
|
||||
| PT |
|
1 Livre |
6 PS | 2 IL | 6 AD | 6 Chega | ||||
| SE | 1 V | 1 MP | 7 S |
2 C |
4 M 2 KD |
4 SD | ||||
| AT | 1 KPÖ | 2 Grüne | 3 SPÖ | 1 Neos | 4 ÖVP | 9 FPÖ |
|
|||
| BG |
|
2 PP |
3 GERB 1 DB |
1 DPS |
|
10 PB |
||||
| DK | 1 Enhl. | 2 SF | 4 S |
1 V 1 RV 1 M |
1 LA 1 K |
1 DD |
2 DF |
|||
| SK | 3 PS |
2 Slov 1 KDH 1 D |
2 SaS |
2 REP |
3 Smer 1 Hlas |
|||||
| FI | 2 Vas | 1 Vihreät | 4 SDP |
2 Kesk |
3 Kok |
3 PS | ||||
| IE |
4 SF |
|
|
3 FF 1 II |
4 FG |
1 SD 1 Aontú |
||||
| HR | 2 Možemo | 4 SDP | 5 HDZ |
|
1 Most |
|||||
| LT |
1 DSVL |
2 LSDP |
2 LS 1 LP |
3 TS-LKD | 1 LVŽS |
|
2 NA |
|||
| LV | 1 Prog |
|
|
1 JV |
2 AS 1 NA |
2 LPV |
2 SV |
|||
| SI |
1 Levica |
|
|
3 GS |
4 SDS 1 N.Si |
|
||||
| EE | 1 SDE | 1 RE 1 KE |
2 Isamaa | 1 KE | 1 EKRE | |||||
| CY | 2 AKEL |
1 DIKO |
2 DISY | 1 ELAM |
|
|
||||
| LU |
|
1 LSAP | 2 DP | 2 CSV | 1 ADR | |||||
| MT | 3 PL | 3 PN |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| 17.08.26 | 51 | 40 | 118 | 68 | 175 | 77 | 99 | 45 | 19 | 28 |
| 15.06.26 | 49 | 40 | 122 | 71 | 181 | 74 | 98 | 39 | 19 | 27 |
| 20.04.26 | 52 | 39 | 124 | 70 | 173 | 78 | 103 | 36 | 21 | 24 |
| 23.02.26 | 54 | 37 | 124 | 64 | 175 | 83 | 104 | 37 | 24 | 18 |
| 07.01.26 | 53 | 37 | 122 | 71 | 177 | 80 | 104 | 38 | 27 | 11 |
| 10.11.25 | 51 | 37 | 124 | 71 | 175 | 81 | 105 | 39 | 24 | 13 |
| 01.09.25 | 55 | 40 | 123 | 66 | 176 | 85 | 105 | 37 | 21 | 12 |
| 01.07.25 | 51 | 44 | 124 | 73 | 181 | 80 | 99 | 36 | 20 | 12 |
| 19.05.25 | 49 | 40 | 130 | 76 | 179 | 79 | 100 | 35 | 23 | 9 |
| 24.03.25 | 52 | 41 | 131 | 73 | 177 | 79 | 99 | 33 | 24 | 11 |
| 27.01.25 | 48 | 43 | 130 | 81 | 185 | 77 | 93 | 29 | 24 | 10 |
| 02.12.24 | 43 | 41 | 131 | 83 | 186 | 73 | 100 | 27 | 24 | 12 |
| 07.10.24 | 44 | 41 | 136 | 79 | 186 | 74 | 96 | 26 | 29 | 9 |
| 12.08.24 | 44 | 45 | 137 | 77 | 191 | 73 | 88 | 25 | 31 | 9 |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| 17.08.26 | 56 | 40 | 119 | 70 | 175 | 84 | 103 | 45 | 28 | – |
| 15.06.26 | 52 | 40 | 124 | 74 | 181 | 80 | 101 | 39 | 29 | – |
| 20.04.26 | 53 | 39 | 126 | 72 | 173 | 84 | 106 | 36 | 31 | – |
| 23.02.26 | 55 | 37 | 126 | 65 | 176 | 90 | 104 | 37 | 30 | – |
| 07.01.26 | 54 | 37 | 123 | 73 | 177 | 86 | 106 | 38 | 26 | – |
| 10.11.25 | 52 | 37 | 126 | 73 | 175 | 86 | 109 | 39 | 23 | – |
| 01.09.25 | 56 | 40 | 125 | 68 | 177 | 89 | 107 | 37 | 21 | – |
| 01.07.25 | 52 | 44 | 126 | 75 | 181 | 84 | 101 | 37 | 20 | – |
| 19.05.25 | 49 | 40 | 132 | 78 | 179 | 82 | 101 | 36 | 23 | – |
| 24.03.25 | 52 | 41 | 132 | 74 | 179 | 82 | 103 | 33 | 24 | – |
| 27.01.25 | 49 | 43 | 132 | 82 | 185 | 80 | 96 | 29 | 24 | – |
| 02.12.24 | 43 | 42 | 133 | 82 | 186 | 77 | 104 | 27 | 26 | – |
| 07.10.24 | 46 | 41 | 137 | 79 | 187 | 77 | 97 | 26 | 30 | – |
| 12.08.24 | 45 | 46 | 138 | 78 | 191 | 76 | 89 | 25 | 32 | – |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
Für Übersichten von Sitzprojektionen aus früheren Wahlperioden siehe hier (2014-2019) und hier (2019-2024).
Für die Bildung einer eigenständigen Fraktion sind nach der Geschäftsordnung des Europäischen Parlaments mindestens 23 Abgeordnete aus mindestens einem Viertel der Mitgliedstaaten (also 7 der 27 Mitgliedstaaten) erforderlich. Gruppierungen, die diese Bedingungen nach der Projektion derzeit nicht erfüllen, müssten gegebenenfalls nach der Europawahl zusätzliche Abgeordnete für sich gewinnen, um sich (wieder) als Fraktion konstituieren zu können.
Dynamisches Szenario: Im dynamischen Szenario werden alle „sonstigen“ Parteien einer schon bestehenden Fraktion (oder der Gruppe der Fraktionslosen) zugeordnet. Außerdem werden gegebenenfalls Fraktionsübertritte von bereits im Parlament vertretenen Parteien berücksichtigt, die politisch plausibel erscheinen, auch wenn sie noch nicht öffentlich angekündigt wurden. Um diese Veränderungen gegenüber dem Basisszenario deutlich zu machen, sind Parteien, die im dynamischen Szenario einer anderen Fraktion zugeordnet werden, in der Tabelle mit der Farbe dieser Fraktion gekennzeichnet. Zudem erscheint der Name der möglichen künftigen Fraktion im Mouseover-Text. Die Zuordnungen im dynamischen Szenario basieren teils auf einer subjektiven Einschätzung der politischen Ausrichtung und Strategie der Parteien und können daher im Einzelnen recht unsicher sein. In der Gesamtschau kann das dynamische Szenario jedoch näher an der wirklichen Sitzverteilung nach der nächsten Europawahl liegen als das Basisszenario.
Die vollen Namen der Fraktionen und der nationalen Einzelparteien erscheinen als Mouseover-Text, wenn der Mauszeiger eine kurze Zeit regungslos auf der Bezeichnung in der Tabelle gehalten wird. Bei „sonstigen“ Parteien und Parteien, bei denen nach der nächsten Europawahl ein Fraktionswechsel wahrscheinlich erscheint, nennt der Mouseover-Text zudem die Fraktionen, denen sich die Partei gegebenenfalls anschließen könnte. Dabei wird die Fraktion, der die Partei im dynamischen Szenario zugeordnet ist, als Erstes aufgeführt.
Für Länder, in denen die letzte spezifische Europawahlumfrage mehr als zwei Wochen zurückliegt oder in den letzten zwei Wochen deutlich weniger Umfragen zur Europawahl als zur Wahl zum nationalen Parlament veröffentlicht wurden, wird stattdessen die jüngste verfügbare Umfrage für die Wahl zum nationalen Parlament bzw. der Durchschnitt aller Umfragen für das nationale oder das Europäische Parlament aus den letzten zwei Wochen vor der jüngsten verfügbaren Umfrage verwendet. Für Länder, in denen es keine aktuellen Umfragen für Parlamentswahlen gibt, wird stattdessen gegebenenfalls auf Umfragen zu Präsidentschaftswahlen zurückgegriffen, wobei die Umfragewerte der Präsidentschaftskandidat:innen jeweils den Parteien der Kandidat:innen zugeordnet werden (dies kann insbesondere Frankreich und Zypern betreffen). Für Mitgliedstaaten, für die sich überhaupt keine Umfragen finden lassen, wird auf die Ergebnisse der letzten nationalen Parlaments- oder Europawahl zurückgegriffen.
In der Regel werden die nationalen Umfragewerte der Parteien direkt auf die Gesamtzahl der Sitze des Landes umgerechnet. Für Länder, in denen die Wahl in regionalen Wahlkreisen ohne Verhältnisausgleich erfolgt (aktuell Belgien und Irland), werden regionale Umfragedaten genutzt, soweit diese verfügbar sind. Wo dies nicht der Fall ist, wird die Sitzzahl für jeden Wahlkreis einzeln berechnet, dabei aber jeweils die nationalen Gesamt-Umfragewerte herangezogen. Nationale Sperrklauseln werden, soweit vorhanden, in der Projektion berücksichtigt.
In Belgien entsprechen die Wahlkreise bei der Europawahl den Sprachgemeinschaft, während Umfragen üblicherweise auf Ebene der Regionen durchgeführt werden. Für die Projektion werden für die französischsprachige Gemeinschaft gegebenenfalls die Umfragedaten aus Wallonien, für die niederländischsprachige Gemeinschaft die Umfragedaten aus Flandern genutzt. Für die deutschsprachige Gemeinschaft wird das Ergebnis der letzten Europawahl herangezogen (1 Sitz für CSP).
In Ländern, in denen es üblich ist, dass mehrere Parteien als Wahlbündnis auf einer gemeinsamen Liste antreten, werden der Projektion plausibel erscheinende Listengemeinschaften zugrunde gelegt. In der Tabelle sind diese in der Regel unter der Bezeichnung des Wahlbündnisses oder der größten dazugehörigen Partei zusammengefasst. Manchmal gehören die Parteien eines Wahlbündnisses im Europäischen Parlament jedoch unterschiedlichen Fraktionen an. In diesem Fall wird (in der Regel auf Grundlage der Europawahl 2024) eine Plausibilitätsannahme über die Verteilung der Listenplätze getroffen. Das betrifft folgende Fälle: Spanien: Sumar: Sumar (1., 6. Listenplatz), CatComù (2.), Compromís (3.), IU (4.) und Más País (5.); Ahora Repúblicas: ERC (1., 4.), Bildu (2.) und BNG (3.); CEUS: PNV (1.) und CC (2.); Rumänien: ADU: USR (1.-2., 4.-5., 7.-9.), PMP (3.) und FD (6.); Ungarn: DK: DK (1.-4., 6., 8.), MSZP (5.), PM (7.); Slowenien: Levica/Vesna: Levica (1.) und Vesna (2.). In manchen Ländern ist die genaue Verteilung der Sitze unter den Parteien eines Wahlbündnisses von Vorzugsstimmen oder regionalen Wahlkreisergebnissen abhängig, sodass sich im Voraus nur eine Plausibilitätsannahme darüber treffen lässt. Dies betrifft folgende Fälle: Italien: AVS: EV (1., 3.-4., 6.-7. etc.) und SI (2., 5., 8. etc.); Polen: Konfederacja: NN (1., 3., 5. etc.) und RN (2., 4., 6. etc.). Vereinzelt kommt es auch vor, dass sich die Abgeordneten einer einzelnen Partei nach der Wahl auf mehrere Fraktionen aufteilen; in diesem Fall wird (in der Regel auf Grundlage des Status quo) eine Plausibilitätsannahme über die Aufteilung nach der nächsten Europawahl getroffen. Dies betrifft derzeit die Parteien PRO aus den Niederlanden und KE aus Estland. In Frankreich erfassen manche Umfragen PS (S&D), EELV (G/EFA), PCF (Linke) und manchmal auch LFI (Linke) zusammen; in diesen Fällen werden die erhobenen Werte zwischen den Parteien entsprechend dem Verhältnis in der letzten Umfrage aufgeteilt, in der diese getrennt ausgewiesen wurden. In Italien können Minderheitenparteien durch eine Sonderregelung auch mit nur recht wenigen Stimmen ins Parlament einziehen, sofern sie mit einer größeren Partei kooperieren. Dies ist der Fall bei der SVP im Bündnis mit FI.
Da es in Deutschland bei der Europawahl keine Sperrklausel gibt, können Parteien bereits mit weniger als 1 Prozent der Stimmen einen Sitz im Europäischen Parlament gewinnen. Da deutsche Umfrageinstitute für Kleinparteien jedoch in der Regel keine Werte ausweisen, wird in der Projektion jeweils das Ergebnis der letzten Europawahl herangezogen (je 3 Sitze für Volt und FW, 2 Sitze für die PARTEI, je 1 Sitz für Tierschutzpartei, ödp, Familienpartei und PdF). Falls eine Kleinpartei in aktuellen Umfragen einen besseren Wert erreicht als bei der letzten Europawahl, wird stattdessen dieser Umfragewert genutzt.
Die folgende Übersicht führt die Datengrundlage für die Mitgliedstaaten im Einzelnen auf. Die Daten beziehen sich auf den letzten Tag der Durchführung der Umfragen; falls dieser nicht bekannt ist, auf den Tag der Veröffentlichung:
Deutschland: nationale Umfragen, 2.-10.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Frankreich: nationale Umfragen, 7.-8.10.2025, Quelle: Wikipedia;
Italien: nationale Umfragen, 23.7.-5.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Spanien: nationale Umfragen, 4.-7.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Polen: nationale Umfragen, 2.-12.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Rumänien: nationale Umfragen, 24.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Niederlande: nationale Umfragen, 1.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Belgien, französischsprachige Gemeinschaft: Umfragen für die nationale Parlamentswahl in der Wallonie, 9.6.2026, Quelle: Wikipedia;
Belgien, niederländischsprachige Gemeinschaft: Umfragen für die nationale Parlamentswahl in Flandern, 9.6.2026, Quelle: Wikipedia;
Belgien, deutschsprachige Gemeinschaft: Ergebnisse der Europawahl, 9.6.2024;
Tschechien: nationale Umfragen, 31.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Griechenland: nationale Umfragen, 20.-23.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Ungarn: nationale Umfragen, 11.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Portugal: nationale Umfragen, 14.-27.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Schweden: nationale Umfragen, 10.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Österreich: nationale Umfragen, 7.-17.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Bulgarien: nationale Umfragen, 23.7.-4.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Dänemark: nationale Umfragen, 9.-12.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Slowakei: nationale Umfragen, 10.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Finnland: nationale Umfragen, 3.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Irland: nationale Umfragen, 31.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Kroatien: nationale Umfragen, 31.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Litauen: nationale Umfragen, 28.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Lettland: nationale Umfragen, 15.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Slowenien: nationale Umfragen, 6.8.2026, Quelle: Wikipedia;
Estland: nationale Umfragen, 13.7.2026, Quelle: Wikipedia;
Zypern: Ergebnisse der nationalen Parlamentswahl, 24.5.2026, Quelle: Wikipedia;
Luxemburg: nationale Umfragen, 24.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Malta: Ergebnisse der nationalen Parlamentswahl, 30.5.2026, Quelle: Wikipedia.
Manuel Müller ist Europawissenschaftler und Herausgeber des Blogs „Der (europäische) Föderalist“. Er arbeitet vor allem zu Fragen der supranationalen Demokratie und institutionellen Reform der EU. |

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