| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| EP heute | 46 | 53 | 135 | 77 | 185 | 81 | 85 | 27 | 31 | – |
| Feb. 26 (B) | 54 | 37 | 124 | 64 | 175 | 83 | 104 | 37 | 24 | 18 |
| April 26 (B) | 52 | 39 | 124 | 70 | 173 | 78 | 103 | 36 | 21 | 24 |
| April 26 (D) | 53 | 39 | 126 | 72 | 173 | 86 | 104 | 36 | 31 | – |






- Basis-Szenario,
Stand: 20.4.2026.
Grafiken zum Vergrößern anklicken.








- Dynamisches Szenario,
Stand: 20.4.2026.
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Die krachende Niederlage, die die Viktor Orbáns Fidesz (PfE) bei der nationalen Parlamentswahl in Ungarn vor zwei Wochen nach 16 Jahren an der Macht erfahren hat, ließ demokratische Politiker:innen weit über die ungarischen Grenzen hinaus aufatmen. Bei der Global Progressive Mobilisation – einem weltweiten sozialdemokratischen Netzwerktreffen, das am vergangenen Wochenende in Barcelona stattfand – gab sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez (PSOE/S&D) selbstbewusst: „Die Zeit der reaktionären extremen Rechten ist vorbei!“
Auch medial fand Orbáns Abwahl weit über die ungarischen Grenzen hinaus ein breites Echo. Zeitungen in ganz Europa und weltweit warfen die Frage auf, ob nach dem Ende des ungarischen Ministerpräsidenten, einer der bekanntesten Galionsfiguren der internationalen Neuen Rechten, die rechtsextreme Flut der letzten Jahre auch anderswo wieder zurückgehen werde.
Europaweite Trendwende?
Doch die Antwort auf diese Frage ist komplex, wie zwei andere politische Ereignisse aus EU-Mitgliedstaaten der letzten Tage zeigen: Bei der nationalen Parlamentswahl in Bulgarien am vergangenen Wochenende erzielte Ex-Präsident Rumen Radews neu gegründete Partei PB (–) mit wirtschaftspolitisch linken, gesellschaftspolitisch rechten und außenpolitisch europaskeptisch-russophilen Positionen eine absolute Mehrheit. Und in Slowenien scheiterte der liberale Ministerpräsident Robert Golob (GS/RE) nach seinem knappen Wahlsieg im März mit der Bildung einer Regierungskoalition, was nun entweder den Weg für Neuwahlen oder für eine Rückkehr des rechtsautoritären, aber zuverlässig pro-ukrainischen Ex-Regierungschefs Janez Janša (SDS/EVP) ebnen könnte.
Ein eindeutiges Muster ist darin nicht zu erkennen: So wichtig transnationale Symbolfiguren wie Viktor Orbán sind, so vielschichtig und manchmal widersprüchlich sind die nationalen parteipolitischen Trends in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Ob die Rechtsaußen-Welle gebrochen ist, zeigt sich deshalb nicht an einzelnen nationalen Wahlen, sondern daran, wie sich die Umfragewerte der Rechtsaußen-Parteien europaweit insgesamt entwickeln – kurz: am Verlauf der Europawahl-Sitzprojektion, die die politische Stimmung in Europa einfängt.
Aufstieg endete im Herbst 2025
Tatsächlich bieten die Daten der Projektion den Parteien der Mitte nicht erst seit Orbáns Niederlage, sondern schon seit Anfang des Jahres Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Nachdem die kombinierte Sitzzahl der drei Rechtsaußen-Fraktionen im Europäischen Parlament (EKR, PfE und ESN) zuvor mehrere Jahre lang nahezu kontinuierlich angewachsen war, kam dieser Aufstieg ab Spätherbst 2025 zum Erliegen.
Ob es dafür eine gemeinsame Ursache gab, ist schwer auszumachen. Noch am plausibelsten ist wohl, dass das irrlichternde Verhalten von US-Präsident Donald Trump (Rep./IDU) – dem weltweit sichtbarsten Rechtsaußen-Akteur – auf europäische Wähler:innen eine so abschreckende Wirkung entfaltete, dass dadurch auch Trumps hiesige ideologische Verbündete in Mitleidenschaft gezogen wurden.
In den Monaten seither hat sich die leichte Abwärtsbewegung des europäischen Rechtsaußen-Blocks verstetigt. In der aktuellen Projektion verliert er im Vergleich zur letzten Ausgabe von Ende Februar noch einmal sieben Sitze. Diese Einbußen gehen dabei nicht nur auf einen größeren Einbruch in einem einzelnen Land zurück, sondern sind breit über mehrere Mitgliedstaaten gestreut. Das deckt sich grundsätzlich mit der Idee einer möglichen europaweiten Trendwende: Fast überall in der EU tun sich Rechtsaußen-Parteien gerade etwas schwerer als noch vor einem halben Jahr.
Noch sind die Einbußen gering
Auf der anderen Seite ist allerdings auch festzuhalten, dass diese Einbußen des Rechtsaußen-Lagers bislang noch recht gering sind. Aktuell kommen die drei Fraktionen zusammen auf 217 Sitze. Das sind nur zehn weniger als ihr gemeinsamer Spitzenwert im September 2025 – und immer noch dreißig mehr, als sie bei der Europawahl 2024 gewonnen haben, bei der sie wiederum stärker abschnitten als bei jeder Europawahl zuvor. Im historischen Vergleich ist die politische Stimmung in Europa also noch immer sehr weit rechts. Wenn es eine Trendwende gibt, so stehen wir bestenfalls an ihrem Anfang.
In dieser Situation könnte die Niederlage von Viktor Orbán durchaus eine katalysierende Wirkung haben. Das Scheitern der bekannten Symbolfigur signalisiert, dass das Rechtsaußen-Lager nicht unschlagbar ist, was die Anhänger:innen der Mitte-Parteien in anderen Mitgliedstaaten motivieren und mobilisieren kann. Ob die europäische Rechtsaußen-Welle wirklich dauerhaft gebrochen ist oder ob Orbáns Niederlage bald durch neue Ereignisse in anderen Ländern überlagert wird, bleibt jedoch abzuwarten.
EVP schwächer, S&D unverändert
Betrachtet man die aktuelle Sitzprojektion im Einzelnen, so musste neben den drei Rechtsaußen-Fraktionen auch die christdemokratisch-konservative Europäische Volkspartei in den letzten Wochen Einbußen hinnehmen. Unter anderem in Deutschland, Spanien, Belgien und Lettland fielen die Mitte-rechts-Parteien zuletzt leicht zurück; die bulgarische GERB blieb bei der nationalen Parlamentswahl deutlich hinter ihren Erwartungen.
In Polen, Griechenland und Litauen konnten EVP-Mitgliedsparteien hingegen ihre Stellung als stärkste nationale Kraft weiter ausbauen, und auch in Ungarn schnitt Péter Magyars Tisza bei ihrem Wahlsieg noch etwas besser ab, als die Umfragen vorausgesagt hatten. Unter dem Strich kommt die EVP damit im Basis-Szenario der Projektion noch auf 173 Sitze (–2): ihr schlechtester Wert seit der Europawahl 2024, insgesamt aber im langfristigen Mittel der letzten fünf Jahre.
Bei der sozialdemokratischen S&D-Fraktion wiederum stehen leichten Zugewinnen in Spanien, Portugal, Griechenland und Belgien leichte Verluste unter anderem in Deutschland und Rumänien gegenüber. Insgesamt hält sich die Fraktion unverändert bei 124 Sitzen (±0) und verharrt damit nun schon seit vergangenem Sommer auf einem historisch niedrigen Niveau.
Liberale machen Verluste wett
Der größte Gewinner der letzten Wochen ist die liberale RE-Fraktion. Diese war in der Februar-Projektion auf ein Zwölf-Jahres-Tief zurückgefallen, was allerdings vor allem an teils sehr kleinen Umfrageschwankungen in mehreren Mitgliedstaaten lag, die nur zufällig alle nach unten wiesen.
In der aktuellen Projektion können die Liberalen einige dieser Einbußen wieder wettmachen und erfahren zudem noch in einigen weiteren Ländern – etwa Rumänien oder Slowenien – Zugewinne. Dem stehen Verluste in den Niederlanden gegenüber, wo die neue Regierungspartei D66 nach ihrem überraschenden Wahlsieg im Herbst 2025 nun wieder in den Umfragen zurückfällt. Unter dem Strich aber legt die RE-Fraktion in der Projektion auf 70 Sitze (+6) zu: eine deutliche Verbesserung gegenüber Februar, aber immer noch einer der schwächsten Werte der letzten Jahre.
Grüne legen zu
Deutlich dazugewinnen kann auch die Fraktion der Grünen/EFA. Deutlichen Rückenwind erfahren sie vor allem in Deutschland, wo sie durch den Erfolg bei der baden-württembergischen Landtagswahl im März einen Moralschub erhielten und zudem von dem erratischen Kurs der Regierungskoalition aus CDU/CSU (EVP) und SPD (S&D) in der aktuellen Ölkrise profitieren. Auch in den Niederlanden und in Tschechien können Grüne/EFA-Mitgliedsparteien leicht dazugewinnen, während sie in Litauen und Lettland zurückfallen. Insgesamt steht die Fraktion in der Projektion nun bei 39 Sitzen (+2), ihr bester Wert seit Herbst 2025.
Die Linksfraktion wiederum schneidet etwas schwächer ab als im Februar, was allerdings an sehr geringfügigen und teils wohl nur zufälligen Umfrageschwankungen in einigen Mitgliedstaaten liegt. Insgesamt kommt sie nun auf 52 Sitze (–2) und liegt damit in etwa in ihrem langjährigen Mittel.
EKR verliert deutlich, PfE und ESN leicht
Innerhalb des Rechtsaußen-Lagers erfährt in der aktuellen Projektion vor allem die EKR-Fraktion Einbußen, unter anderem aufgrund etwas schwächerer Umfragewerte ihrer Mitgliedsparteien aus Griechenland, Litauen und Lettland. Insgesamt kommt die EKR-Fraktion damit noch auf 78 Sitze (–5), ihr niedrigster Stand seit über einem Jahr.
In der PfE-Fraktion fallen außer Viktor Orbáns Fidesz auch die Mitgliedsparteien aus Spanien (Vox) und Portugal (Chega) leicht zurück. Bei beiden gab es zuvor eine mehrmonatige Wachstumsphase, die nun an ihr Ende zu kommen scheint. Eine gegenläufige Entwicklung gibt es allerdings in Dänemark, wo die PfE-Mitgliedspartei DF bei der nationalen Parlamentswahl im März deutlich dazugewinnen konnte und auch in den seitdem erschienenen Umfragen weiter im Aufwärtstrend liegt. Unter dem Strich fällt die PfE-Fraktion deshalb nur geringfügig auf 103 Sitze (–1).
Leichte Verluste gibt es schließlich auch für die extremistische ESN-Fraktion. Diese profitiert zwar von der anhaltenden Stärke ihrer größten Mitgliedspartei, der deutschen AfD, die auf nationaler Ebene zuletzt neue Rekordwerte erreichte. Die anderen Parteien der Fraktion waren zuletzt hingegen weniger erfolgreich, und die bulgarische Vǎzraždane würde nach ihrem schwachen Abschneiden bei der nationalen Parlamentswahl nun auch auf europäischer Ebene keinen Sitz mehr gewinnen. Im Ganzen erreicht die ESN-Fraktion jetzt 36 Sitze (–1) und wäre damit wieder hinter den Grünen/EFA die kleinste Fraktion im Europäischen Parlament.
Verglichen mit ihren jeweiligen Bestwerten (September 2025 im Fall von EKR und PfE, November 2025 für die ESN) hat die EKR-Fraktion damit sieben, PfE und ESN jeweils zwei Sitze verloren.
„Sonstige“ deutlich stärker
Einbußen erfuhren zuletzt auch die fraktionslosen Parteien (21 Sitze/–3). In Bulgarien schnitt die liberalpopulistische DPS bei der nationalen Parlamentswahl noch schwächer ab als erwartet; in Griechenland scheint der Höhenflug der linksnationalistischen PE – vor einigen Monaten in den Umfragen noch die stärkste Oppositionspartei – an sein Ende gelangt zu sein. Nicht mehr unter den fraktionslosen Parteien erscheint außerdem die deutsche Kleinpartei PdF, die im März der RE-Fraktion beigetreten ist.
Deutliche Zugewinne gibt es hingegen erneut bei den „sonstigen“ Parteien, die bislang nicht im Europäischen Parlament vertreten sind und keiner Fraktion klar zugerechnet werden können (24 Sitze/+6). Die mit Abstand größte Einzelpartei in dieser heterogenen Gruppe ist die bulgarische PB: Würde sie ihr Ergebnis von der nationalen Wahl am vergangenen Wochenende auch bei der nächsten Europawahl erzielen, so könnte sie mit zehn Sitzen im Europäischen Parlament rechnen. Welcher Fraktion sie sich letztlich anschließen könnte, ist allerdings schwer zu sagen. Die größten inhaltlichen Ähnlichkeit weist sie wohl mit der slowakischen Regierungspartei Smer und dem deutschen BSW auf, die im Europäischen Parlament beide fraktionslos sind.
Zulegen konnte in den letzten Umfragen auch die niederländische Rechtsaußenpartei JA21, die in der Vergangenheit der EKR-Fraktion angehörte und bei einem erneuten Einzug ins Europäische Parlament dorthin zurückkehren könnte. Neu im Tableau sind zudem gleich mehrere Kleinparteien aus Lettland:
- ZZS ist ein Wahlbündnis, das vor allem agrarisch-konservative und gemäßigt-europaskeptische Positionen vertritt. 2014 bis 2019 war es schon einmal im Europäischen Parlament vertreten und gehörte in dieser Zeit erst einer europaskeptischen, später der liberalen Fraktion an.
- SV ist eine christlich-rechtskonservative russische Minderheitenpartei. Auf europäischer Ebene gehört sie der Europäischen Christlichen Politischen Partei (ECPP) an, deren Mitglieder teils in der EKR-, teils in der EVP-Fraktion sitzen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass eine dieser Fraktionen die sehr russlandfreundliche SV aufnehmen würde. Plausibler erscheint eine Mitgliedschaft in der PfE-Fraktion oder die Fraktionslosigkeit.
- MMN ist eine zentristisch-populistische Partei, die sich für mehr direkte Demokratie sowie mehr parteilose Abgeordnete und Minister:innen einsetzt. Angesichts ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Parteiendemokratie scheint es naheliegend, dass sie bei einem Einzug ins Europäische Parlament fraktionslos bliebe.
Die Übersicht
Die folgende Tabelle schlüsselt die Sitzverteilung der Projektion nach nationalen Einzelparteien auf. Die Tabelle folgt dem Basisszenario, in dem die nationalen Parteien jeweils ihrer aktuellen Fraktion (bzw. der Fraktion ihrer europäischen Dachpartei) zugeordnet sind. Parteien, die weder im Parlament vertreten sind noch einer europäischen Partei angehören, verbleiben in der Spalte „Sonstige“.
Das dynamische Szenario der Sitzprojektion baut auf dem Basisszenario auf, ordnet jedoch auch alle „sonstigen Parteien“ jeweils Fraktionen zu, denen diese plausiblerweise beitreten könnten. Im Vergleich zum Basisszenario sind im dynamischen Szenario vor allem die EKR-Fraktion sowie die Gruppe der Fraktionslosen etwas stärker. In der Tabelle sind die Veränderungen vom Basis- zum dynamischen Szenario durch farbige Schrift und durch Hinweise im Mouseover-Text gekennzeichnet. Gegebenenfalls sind im Mouseover-Text zudem noch alternative Zielfraktionen für die betreffende Partei angeführt.
Da es keine gesamteuropäischen Wahlumfragen gibt, basiert die Projektion auf aggregierten nationalen Umfragen und Wahlergebnissen aus allen Mitgliedstaaten. Wie die Datengrundlage für die Länder im Einzelnen aussieht, ist im Kleingedruckten unter den Tabellen erläutert. Mehr Informationen zu den europäischen Parteien und zu den Fraktionen im Europäischen Parlament gibt es hier.
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| EP heute | 46 | 53 | 135 | 77 | 185 | 81 | 85 | 27 | 31 | – |
| Feb. 26 (B) | 54 | 37 | 124 | 64 | 175 | 83 | 104 | 37 | 24 | 18 |
| April 26 (B) | 52 | 39 | 124 | 70 | 173 | 78 | 103 | 36 | 21 | 24 |
| April 26 (D) | 53 | 39 | 126 | 72 | 173 | 86 | 104 | 36 | 31 | – |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| DE | 9 Linke 1 Tier |
12 Grüne 3 Volt |
12 SPD |
3 FDP 3 FW 1 PdF |
22 Union 1 Familie 1 ÖDP |
23 AfD | 3 BSW 2 Partei |
|||
| FR | 8 LFI |
|
13 PS | 14 RE | 12 LR | 34 RN |
|
|||
| IT |
11 M5S 2 SI |
4 EV | 20 PD |
|
7 FI 1 SVP |
25 FdI | 6 Lega |
|
||
| ES | 2 Pod 2 Sumar 1 Bildu |
2 Sumar 1 ERC |
18 PSOE |
1 PNV
|
21 PP | 12 Vox |
1 SALF
|
|||
| PL | 3 Lewica |
|
19 KO |
14 PiS | 6 Konf | 6 Konf | 5 KKP | |||
| RO | 7 PSD |
4 USR 1 PMP |
6 PNL |
15 AUR |
|
|
||||
| NL |
|
3 GL |
3 PvdA |
5 D66 5 VVD |
4 CDA |
|
4 PVV | 3 FvD | 4 JA21 |
|
| BE | 2PTB |
1 Groen |
2 Vooruit 3 PS |
2 MR 2LE |
1 CD&V 1 CSP |
4 N-VA | 4VB | |||
| CZ | 2 Piráti |
4 STAN 1 TOP09 |
4 ODS | 9 ANO |
1 SPD |
|
||||
| EL | 1 Syriza | 4 PASOK |
|
8 ND | 2 EL | 1 FL | 2 PE 2 KKE |
1 MéRA |
||
| HU |
|
|
12 TISZA |
8 Fidesz | 1 MHM |
|
||||
| PT |
|
1 Livre |
7 PS | 2 IL | 6 AD | 5 Chega | ||||
| SE | 2 V | 1 MP | 7 S |
1 C |
4 M 1 KD |
5 SD | ||||
| AT | 2 Grüne | 4 SPÖ | 1 Neos | 4 ÖVP | 9 FPÖ |
|
||||
| BG |
|
2 PP |
3 GERB 1 DB |
|
|
1 DPS |
10 PB |
|||
| DK | 1 Enhl. | 2 SF | 4 S |
1 V 1 RV 1 M |
1 LA 1 K |
1 DD |
2 DF |
|||
| SK | 4 PS |
2 Slov 1 KDH 1 D |
1 SaS |
2 REP |
3 Smer 1 Hlas |
|||||
| FI | 2 Vas | 1 Vihreät | 4 SDP |
3 Kesk |
3 Kok |
2 PS | ||||
| IE |
5 SF |
|
|
3 FF 1 II |
3 FG | 2 SD | ||||
| HR | 2 Možemo | 4 SDP | 5 HDZ |
|
1 Most |
|||||
| LT | 1 DSVL | 2 LSDP | 2 LS |
3 TS-LKD | 1 LVŽS |
|
2 NA |
|||
| LV | 1 Prog |
|
|
1 JV |
1 NA 1 LRA |
2 LPV |
1 ZZS 1 SV 1 MMN |
|||
| SI |
1 Levica |
|
1 SD | 3 GS |
3 SDS 1 N.Si |
|
||||
| EE | 1 SDE | 1 RE 1 KE |
2 Isamaa | 1 KE | 1 EKRE | |||||
| CY | 2 AKEL |
1 DIKO |
1 DISY | 1 ELAM |
|
1 ALMA | ||||
| LU |
|
1 LSAP | 2 DP | 2 CSV | 1 ADR | |||||
| MT | 3 PL | 3 PN |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| 20.04.26 | 52 | 39 | 124 | 70 | 173 | 78 | 103 | 36 | 21 | 24 |
| 23.02.26 | 54 | 37 | 124 | 64 | 175 | 83 | 104 | 37 | 24 | 18 |
| 07.01.26 | 53 | 37 | 122 | 71 | 177 | 80 | 104 | 38 | 27 | 11 |
| 10.11.25 | 51 | 37 | 124 | 71 | 175 | 81 | 105 | 39 | 24 | 13 |
| 01.09.25 | 55 | 40 | 123 | 66 | 176 | 85 | 105 | 37 | 21 | 12 |
| 01.07.25 | 51 | 44 | 124 | 73 | 181 | 80 | 99 | 36 | 20 | 12 |
| 19.05.25 | 49 | 40 | 130 | 76 | 179 | 79 | 100 | 35 | 23 | 9 |
| 24.03.25 | 52 | 41 | 131 | 73 | 177 | 79 | 99 | 33 | 24 | 11 |
| 27.01.25 | 48 | 43 | 130 | 81 | 185 | 77 | 93 | 29 | 24 | 10 |
| 02.12.24 | 43 | 41 | 131 | 83 | 186 | 73 | 100 | 27 | 24 | 12 |
| 07.10.24 | 44 | 41 | 136 | 79 | 186 | 74 | 96 | 26 | 29 | 9 |
| 12.08.24 | 44 | 45 | 137 | 77 | 191 | 73 | 88 | 25 | 31 | 9 |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| 20.04.26 | 53 | 39 | 126 | 72 | 173 | 86 | 104 | 36 | 31 | – |
| 23.02.26 | 55 | 37 | 126 | 65 | 176 | 90 | 104 | 37 | 30 | – |
| 07.01.26 | 54 | 37 | 123 | 73 | 177 | 86 | 106 | 38 | 26 | – |
| 10.11.25 | 52 | 37 | 126 | 73 | 175 | 86 | 109 | 39 | 23 | – |
| 01.09.25 | 56 | 40 | 125 | 68 | 177 | 89 | 107 | 37 | 21 | – |
| 01.07.25 | 52 | 44 | 126 | 75 | 181 | 84 | 101 | 37 | 20 | – |
| 19.05.25 | 49 | 40 | 132 | 78 | 179 | 82 | 101 | 36 | 23 | – |
| 24.03.25 | 52 | 41 | 132 | 74 | 179 | 82 | 103 | 33 | 24 | – |
| 27.01.25 | 49 | 43 | 132 | 82 | 185 | 80 | 96 | 29 | 24 | – |
| 02.12.24 | 43 | 42 | 133 | 82 | 186 | 77 | 104 | 27 | 26 | – |
| 07.10.24 | 46 | 41 | 137 | 79 | 187 | 77 | 97 | 26 | 30 | – |
| 12.08.24 | 45 | 46 | 138 | 78 | 191 | 76 | 89 | 25 | 32 | – |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
Für Übersichten von Sitzprojektionen aus früheren Wahlperioden siehe hier (2014-2019) und hier (2019-2024).
Für die Bildung einer eigenständigen Fraktion sind nach der Geschäftsordnung des Europäischen Parlaments mindestens 23 Abgeordnete aus mindestens einem Viertel der Mitgliedstaaten (also 7 der 27 Mitgliedstaaten) erforderlich. Gruppierungen, die diese Bedingungen nach der Projektion derzeit nicht erfüllen, müssten gegebenenfalls nach der Europawahl zusätzliche Abgeordnete für sich gewinnen, um sich (wieder) als Fraktion konstituieren zu können.
Dynamisches Szenario: Im dynamischen Szenario werden alle „sonstigen“ Parteien einer schon bestehenden Fraktion (oder der Gruppe der Fraktionslosen) zugeordnet. Außerdem werden gegebenenfalls Fraktionsübertritte von bereits im Parlament vertretenen Parteien berücksichtigt, die politisch plausibel erscheinen, auch wenn sie noch nicht öffentlich angekündigt wurden. Um diese Veränderungen gegenüber dem Basisszenario deutlich zu machen, sind Parteien, die im dynamischen Szenario einer anderen Fraktion zugeordnet werden, in der Tabelle mit der Farbe dieser Fraktion gekennzeichnet. Zudem erscheint der Name der möglichen künftigen Fraktion im Mouseover-Text. Die Zuordnungen im dynamischen Szenario basieren teils auf einer subjektiven Einschätzung der politischen Ausrichtung und Strategie der Parteien und können daher im Einzelnen recht unsicher sein. In der Gesamtschau kann das dynamische Szenario jedoch näher an der wirklichen Sitzverteilung nach der nächsten Europawahl liegen als das Basisszenario.
Die vollen Namen der Fraktionen und der nationalen Einzelparteien erscheinen als Mouseover-Text, wenn der Mauszeiger eine kurze Zeit regungslos auf der Bezeichnung in der Tabelle gehalten wird. Bei „sonstigen“ Parteien und Parteien, bei denen nach der nächsten Europawahl ein Fraktionswechsel wahrscheinlich erscheint, nennt der Mouseover-Text zudem die Fraktionen, denen sich die Partei gegebenenfalls anschließen könnte. Dabei wird die Fraktion, der die Partei im dynamischen Szenario zugeordnet ist, als Erstes aufgeführt.
Für Länder, in denen die letzte spezifische Europawahlumfrage mehr als zwei Wochen zurückliegt oder in den letzten zwei Wochen deutlich weniger Umfragen zur Europawahl als zur Wahl zum nationalen Parlament veröffentlicht wurden, wird stattdessen die jüngste verfügbare Umfrage für die Wahl zum nationalen Parlament bzw. der Durchschnitt aller Umfragen für das nationale oder das Europäische Parlament aus den letzten zwei Wochen vor der jüngsten verfügbaren Umfrage verwendet. Für Länder, in denen es keine aktuellen Umfragen für Parlamentswahlen gibt, wird stattdessen gegebenenfalls auf Umfragen zu Präsidentschaftswahlen zurückgegriffen, wobei die Umfragewerte der Präsidentschaftskandidat:innen jeweils den Parteien der Kandidat:innen zugeordnet werden (dies kann insbesondere Frankreich und Zypern betreffen). Für Mitgliedstaaten, für die sich überhaupt keine Umfragen finden lassen, wird auf die Ergebnisse der letzten nationalen Parlaments- oder Europawahl zurückgegriffen.
In der Regel werden die nationalen Umfragewerte der Parteien direkt auf die Gesamtzahl der Sitze des Landes umgerechnet. Für Länder, in denen die Wahl in regionalen Wahlkreisen ohne Verhältnisausgleich erfolgt (aktuell Belgien und Irland), werden regionale Umfragedaten genutzt, soweit diese verfügbar sind. Wo dies nicht der Fall ist, wird die Sitzzahl für jeden Wahlkreis einzeln berechnet, dabei aber jeweils die nationalen Gesamt-Umfragewerte herangezogen. Nationale Sperrklauseln werden, soweit vorhanden, in der Projektion berücksichtigt.
In Belgien entsprechen die Wahlkreise bei der Europawahl den Sprachgemeinschaft, während Umfragen üblicherweise auf Ebene der Regionen durchgeführt werden. Für die Projektion werden für die französischsprachige Gemeinschaft gegebenenfalls die Umfragedaten aus Wallonien, für die niederländischsprachige Gemeinschaft die Umfragedaten aus Flandern genutzt. Für die deutschsprachige Gemeinschaft wird das Ergebnis der letzten Europawahl herangezogen (1 Sitz für CSP).
In Ländern, in denen es üblich ist, dass mehrere Parteien als Wahlbündnis auf einer gemeinsamen Liste antreten, werden der Projektion plausibel erscheinende Listengemeinschaften zugrunde gelegt. In der Tabelle sind diese in der Regel unter der Bezeichnung des Wahlbündnisses oder der größten dazugehörigen Partei zusammengefasst. Manchmal gehören die Parteien eines Wahlbündnisses im Europäischen Parlament jedoch unterschiedlichen Fraktionen an. In diesem Fall wird (in der Regel auf Grundlage der Europawahl 2024) eine Plausibilitätsannahme über die Verteilung der Listenplätze getroffen. Das betrifft folgende Fälle: Spanien: Sumar: Sumar (1., 6. Listenplatz), CatComù (2.), Compromís (3.), IU (4.) und Más País (5.); Ahora Repúblicas: ERC (1., 4.), Bildu (2.) und BNG (3.); CEUS: PNV (1.) und CC (2.); Rumänien: ADU: USR (1.-2., 4.-5., 7.-9.), PMP (3.) und FD (6.); Niederlande: GL-PvdA: PvdA (1., 3., 5. etc.) und GL (2., 4., 6. etc.); Ungarn: DK: DK (1.-4., 6., 8.), MSZP (5.), PM (7.). In manchen Ländern ist die genaue Verteilung der Sitze unter den Parteien eines Wahlbündnisses von Vorzugsstimmen oder regionalen Wahlkreisergebnissen abhängig, sodass sich im Voraus nur eine Plausibilitätsannahme darüber treffen lässt. Dies betrifft folgende Fälle: Italien: AVS: EV (1., 3.-4., 6.-7. etc.) und SI (2., 5., 8. etc.); Polen: Konfederacja: NN (1., 3., 5. etc.) und RN (2., 4., 6. etc.). Vereinzelt kommt es auch vor, dass sich die Abgeordneten einer einzelnen Partei nach der Wahl auf mehrere Fraktionen aufteilen; in diesem Fall wird (in der Regel auf Grundlage des Status quo) eine Plausibilitätsannahme über die Aufteilung nach der nächsten Europawahl getroffen. Dies betrifft derzeit die Partei KE aus Estland. In Frankreich erfassen manche Umfragen PS (S&D), EELV (G/EFA), PCF (Linke) und manchmal auch LFI (Linke) zusammen; in diesen Fällen werden die erhobenen Werte zwischen den Parteien entsprechend dem Verhältnis in der letzten Umfrage aufgeteilt, in der diese getrennt ausgewiesen wurden. In Italien können Minderheitenparteien durch eine Sonderregelung auch mit nur recht wenigen Stimmen ins Parlament einziehen, sofern sie mit einer größeren Partei kooperieren. Dies ist der Fall bei der SVP im Bündnis mit FI.
Da es in Deutschland bei der Europawahl keine Sperrklausel gibt, können Parteien bereits mit weniger als 1 Prozent der Stimmen einen Sitz im Europäischen Parlament gewinnen. Da deutsche Umfrageinstitute für Kleinparteien jedoch in der Regel keine Werte ausweisen, wird in der Projektion jeweils das Ergebnis der letzten Europawahl herangezogen (je 3 Sitze für Volt und FW, 2 Sitze für die PARTEI, je 1 Sitz für Tierschutzpartei, ödp, Familienpartei und PdF). Falls eine Kleinpartei in aktuellen Umfragen einen besseren Wert erreicht als bei der letzten Europawahl, wird stattdessen dieser Umfragewert genutzt.
Die folgende Übersicht führt die Datengrundlage für die Mitgliedstaaten im Einzelnen auf. Die Daten beziehen sich auf den letzten Tag der Durchführung der Umfragen; falls dieser nicht bekannt ist, auf den Tag der Veröffentlichung:
Deutschland: nationale Umfragen, 7.-17.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Frankreich: nationale Umfragen, 7.-8.10.2025, Quelle: Wikipedia;
Italien: nationale Umfragen, 3.-16.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Spanien: nationale Umfragen, 8.-18.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Polen: nationale Umfragen, 3.-15.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Rumänien: nationale Umfragen, 4.-10.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Niederlande: nationale Umfragen, 13.-18.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Belgien, französischsprachige Gemeinschaft: Umfragen für die nationale Parlamentswahl in der Wallonie, 9.3.2026, Quelle: Wikipedia;
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Belgien, deutschsprachige Gemeinschaft: Ergebnisse der Europawahl, 9.6.2024;
Tschechien: nationale Umfragen, 2.-7.4.2026, Quelle: Wikipedia;
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Portugal: nationale Umfragen, 14.-15.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Schweden: nationale Umfragen, 24.3.-5.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Österreich: nationale Umfragen, 14.-16.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Bulgarien: Ergebnis der nationalen Parlamentswahl, 19.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Dänemark: nationale Umfragen, 19.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Slowakei: nationale Umfragen, 13.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Finnland: nationale Umfragen, 7.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Irland: nationale Umfragen, 25.3.-3.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Kroatien: nationale Umfragen, 26.3.-5.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Litauen: nationale Umfragen, 28.-30.3.2026, Quelle: Wikipedia;
Lettland: nationale Umfragen, 7.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Slowenien: nationale Umfragen, 9.-10.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Estland: nationale Umfragen, 5.-8.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Zypern: nationale Umfragen, 26.3.2026, Quelle: Wikipedia;
Luxemburg: nationale Umfragen, 29.9.2025, Quelle: Wikipedia;
Malta: nationale Umfragen, 16.4.2026, Quelle: Wikipedia.
Manuel Müller ist Europawissenschaftler und Herausgeber des Blogs „Der (europäische) Föderalist“. Er arbeitet vor allem zu Fragen der supranationalen Demokratie und institutionellen Reform der EU. |

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