| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| EP heute | 45 | 53 | 135 | 78 | 184 | 84 | 85 | 27 | 29 | – |
| Aug. 26 (B) | 51 | 40 | 118 | 68 | 175 | 77 | 99 | 45 | 19 | 28 |
| Okt. 26 (B) | 52 | 40 | 120 | 69 | 172 | 78 | 99 | 45 | 18 | 27 |
| Okt. 26 (D) | 57 | 37 | 125 | 70 | 172 | 86 | 102 | 45 | 26 | – |






- Basis-Szenario,
Stand: 5.10.2026.
Grafiken zum Vergrößern anklicken.








- Dynamisches Szenario,
Stand: 5.10.2026.
Grafiken zum Vergrößern anklicken.
Es ist ein unruhiger Herbst für die europäischen Parteien. Bei den deutschen Landtagswahlen im September lösten die Wahlsiege der AfD (ESN) in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Linken (Linke) in Berlin politische Schockwellen aus. Bei der lettischen Parlamentswahl setzte sich die AS (EKR) überraschend deutlich durch und erreicht nun zusammen mit ihrer EKR-Partnerpartei NA eine knappe Mehrheit im nationalen Parlament. In Schweden gewannen die Socialdemokraterna (S&D) zwar die nationale Wahl, haben jedoch große Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung. In Rumänien setzt sich nach dem Bruch der Regierungskoalition zwischen PNL (EVP) und PSD (S&D) im Frühling die politische Krise weiter fort. In Spanien kündigte die Regierung unter Pedro Sánchez (PSOE/S&D) gerade vorgezogene Neuwahlen für Ende November an.
Ein laues Lüftchen
Doch trotz all dieser Entwicklungen war die politische Stimmung in Europa in den letzten Wochen bemerkenswert stabil. Nachdem die Parteien der Mitte über den Sommer deutlichen Gegenwind erfahren hatten, blies in den Umfragen zum Herbstanfang ein eher laues Lüftchen. Im Vergleich zur letzten Sitzprojektion von Mitte August erfuhr keine einzige Fraktion deutliche Zugewinne oder Verluste. Mehr noch: Abgesehen vom lettischen Wahlkampf gab es auch in keinem einzigen Mitgliedstaat einen deutlichen Stimmungswechsel für oder gegen eine bestimmte Partei.
Insgesamt kann unter dem Strich das Mitte-links-Lager leicht zulegen – allerdings so geringfügig, dass es sich dabei auch um bloße Zufallsschwankungen handeln könnte. Zusammengenommen stehen die Parteien links der Europäischen Volkspartei in der Projektion noch immer auf einem ihrer niedrigsten Werte jemals.
EVP fällt zurück
Die christdemokratisch-konservative EVP selbst fällt in der aktuellen Sitzprojektion weiter zurück und käme nun im Basisszenario auf 172 Sitze (–3) – ihr schlechtester Wert in der laufenden Wahlperiode. Am meisten setzt der großen Mitte-rechts-Fraktion die Entwicklung in Rumänien zu, wo der PNL zu Beginn der aktuellen Krise einen Zustimmungsschub erfuhr, der nun wieder abebbt. Zudem fällt die deutsche CDU/CSU nach den Landtagswahlniederlagen im September auf historische Tiefstwerte. Auch in Italien, Schweden und Irland schnitt die EVP zuletzt geringfügig schwächer ab als im Sommer.
Auf der anderen Seite stehen minimale Zugewinne in Belgien und Bulgarien; zudem würde die kleine rumänische EVP-Mitgliedspartei UDMR nun knapp die nationale Fünf-Prozent-Hürde überwinden.
S&D erholt sich nur wenig
Die sozialdemokratische S&D-Fraktion war in der August-Projektion auf einen historischen Tiefstwert gefallen. Im Vergleich dazu erholt sie sich nun etwas, kommt mit 120 Sitzen (+2) aber immer noch auf ihren zweitschwächsten Wert jemals.
Insbesondere die schwedischen Sozialdemokrat:innen mussten im Wahlkampfendspurt vor der nationalen Parlamentswahl im September Verluste hinnehmen. Zudem setzt sich in Kroatien der seit anderthalb Jahren andauernde Sinkflug der SDP weiter fort. Zulegen konnte zuletzt hingegen die deutsche SPD, und auch bei den slowenischen SD würde es nun wieder knapp für einen Sitz im Europäischen Parlament reichen.
Niederlande: PRO wählt SPE
Besonders erfolgreich ist im Mitte-links-Lager gerade die niederländische Partei PRO, die im Juli aus einer Fusion der sozialdemokratischen PvdA und der grünen GL hervorgegangen ist und derzeit mit großem Abstand die nationalen Umfragen anführt. Ende September stimmte die Partei nun in einem Mitgliederentscheid darüber ab, ob sie sich auf europäischer Ebene der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) oder der Europäischen Grünen Partei (EGP) anschließen soll.
Obwohl PRO den inhaltlichen Positionen nach eigentlich den europäischen Grünen nähersteht, empfahl eine von der Parteispitze eingesetzte Kommission den Beitritt zur SPE, da diese mehr Einfluss auf die europäischen Institutionen verspreche. Die Parteimitglieder folgten dieser Empfehlung mit Zweidrittelmehrheit.
Im Europäischen Parlament wird dies zunächst noch keine Folgen haben: Für die laufende Wahlperiode verbleiben die PRO-Mitglieder in ihren aktuellen Fraktionen, nämlich jeweils zur Hälfte bei S&D und Grünen/EFA. Ab der Europawahl 2029 werden jedoch voraussichtlich alle PRO-Abgeordneten der sozialdemokratischen Fraktion beitreten. Dies ist im „dynamischen Szenario“ der Sitzprojektion berücksichtigt, in dem die S&D-Fraktion deshalb einen kleinen Sprung nach oben macht.
RE: Durchwachsene Entwicklung
Eher durchwachsen ist die Entwicklung bei der zentristisch-liberalen RE-Fraktion (69 Sitze/+1). In Belgien, Deutschland und Portugal fielen RE-Mitgliedsparteien zuletzt jeweils leicht zurück. Weiterhin im Abschwung sind auch die beiden liberalen Regierungsparteien D66 und VVD aus den Niederlanden.
In Italien und Schweden kletterten RE-Mitglieder hingegen jeweils knapp über die nationale Vier-Prozent-Hürde. Zudem könnte auch die niederländische Seniorenpartei 50+ nun wieder einen Sitz im Europäischen Parlament gewinnen. Deren bislang einziger Europaabgeordneter hatte sich 2019 der EVP-Fraktion angeschlossen, trat jedoch später aus der Partei aus. Seit 2023 gehört 50+ nun der europäischen Partei EDP an und wird deshalb in der Projektion der RE-Fraktion zugerechnet.
Grüne und Linke: Kaum verändert
Kaum Veränderungen gibt es bei der grünen G/EFA-Fraktion, die diese Woche neue Fraktionsvorsitzende gewählt hat (40 Sitze/±0). Während die deutschen und österreichischen Grünen leichte Gewinne verzeichnen, befindet sich die portugiesische Livre in einem längeren Umfragen-Sinkflug und würde nun keinen Sitz im Europäischen Parlament mehr erreichen.
Insgesamt schwerer wiegt für die Grünen jedoch der voraussichtliche Verlust der PRO-Abgeordneten, durch den die G/EFA-Fraktion im dynamischen Szenario auf 37 Sitze zurückfällt. Das ist einer ihrer schwächsten Werte, seitdem das dynamische Szenario in der Sitzprojektion im Juli 2018 eingeführt wurde.
Ebenfalls kaum verändert sind die Werte der Linksfraktion (52 Sitze/+1). Während die schwedische Vänsterpartiet und der belgische PTB zuletzt etwas besser abschnitten als im Sommer, fällt die österreichische KPÖ wieder knapp unter die nationale Vier-Prozent-Hürde zurück.
EKR: Erfolg in Lettland
Am rechten Rand des politischen Spektrums hatten die drei Fraktionen EKR, PfE und ESN in der ersten Jahreshälfte Umfrageeinbußen erfahren, dann aber über den Sommer wieder dazugewonnen. In der aktuellen Projektion zeigen sie nun allesamt nahezu unveränderte Ergebnisse.
In der EKR-Fraktion kann sich vor allem die lettische Regierungspartei AS freuen, die seit dem Amtsantritt ihres Premierministers Andris Kulbergs im Mai in den Umfragen steil nach oben stieg und bei der nationalen Wahl Anfang Oktober einen Erdrutschsieg erreichte. Zusammen mit ihrem Koalitionspartner NA, der ebenfalls der EKR-Fraktion angehört, erreicht die Partei nun eine absolute Mehrheit im nationalen Parlament. Im Europäischen Parlament käme die AS mit diesem Ergebnis auf vier Sitze – und ist damit in der Projektion die viertstärkste Einzelpartei innerhalb der EKR-Fraktion.
Etwas schwächer als im Sommer schneidet hingegen die polnische PiS ab, und die bulgarische DPS wäre derzeit gar nicht mehr im Europäischen Parlament vertreten. Insgesamt steigt die EKR-Fraktion in der Projektion deshalb trotz des Erfolgs in Lettland nur geringfügig auf 78 Sitze (+1).
PfE: Zugewinne in Portugal, aber in Lettland schwächer als erwartet
Unter den Mitgliedern der PfE-Fraktion legt die portugiesische Chega weiter zu, die nun nahezu gleichauf mit dem sozialistischen PS (S&D) als stärkste nationale Kraft liegt. In Ungarn kann die Fidesz um Ex-Premierminister Viktor Orbán ihre Umfragewerte erstmals seit ihrer Wahlniederlage im April wieder leicht steigern.
Die lettische LPV hingegen erreichte bei der nationalen Parlamentswahl Anfang Oktober zwar den zweiten Platz, blieb dabei aber deutlich hinter den Erwartungen der Umfragen zurück. Insgesamt kommt die PfE damit weiterhin auf 99 Sitze (±0).
ESN: Stabil auf hohem Niveau
In der ESN-Fraktion hat die deutsche AfD, die lange Zeit die Werte in der Projektion nach oben getrieben hatte, seit dem Sommer anscheinend ein Plateau erreicht und liegt derzeit stabil auf hohem Niveau.
Die erst Anfang des Jahres gegründete Partei FN aus Italien setzt ihren Aufstieg fort und ist in den Umfragen nun bereits die viertstärkste Kraft des Landes. Zudem würde auch die bulgarische Vǎzraždane nun wieder knapp einen Sitz im Europäischen gewinnen. Das niederländische FvD erfährt hingegen leichte Einbußen, sodass die ESN-Fraktion zusammengenommen unverändert auf 45 Sitze (±0) kommt.
Fraktionslose und Sonstige
Wenig Neues gibt es unter den fraktionslosen Parteien. Aufgrund von leichten Verlusten der rechtsextremen KKP aus Polen fallen diese auf 18 Sitze zurück (–1).
Leichte Verluste erfahren auch die „sonstigen“ Parteien, die bislang nicht im Europäischen Parlament vertreten sind und keiner Fraktion klar zugerechnet werden können (27 Sitze/–1). Zulegen können hier die sozialdemokratischen SD aus Irland sowie die nationalkonservative Most aus Kroatien. Die linkskonservative bulgarische Regierungspartei PB, die griechische Antikorruptionspartei Elpída sowie die rechtspopulistisch-russlandfreundliche SV aus Lettland fallen hingegen leicht zurück.
Die Übersicht
Die folgende Tabelle schlüsselt die Sitzverteilung der Projektion nach nationalen Einzelparteien auf. Die Tabelle folgt dem Basisszenario, in dem die nationalen Parteien jeweils ihrer aktuellen Fraktion (bzw. der Fraktion ihrer europäischen Dachpartei) zugeordnet sind. Parteien, die weder im Parlament vertreten sind noch einer europäischen Partei angehören, verbleiben in der Spalte „Sonstige“.
Das dynamische Szenario der Sitzprojektion baut auf dem Basisszenario auf, ordnet jedoch auch alle „sonstigen Parteien“ jeweils Fraktionen zu, denen diese plausiblerweise beitreten könnten. Im Vergleich zum Basisszenario schneiden im dynamischen Szenario vor allem die Fraktionen EKR, S&D und Linke sowie die Gruppe der Fraktionslosen etwas stärker ab. In der Tabelle sind die Veränderungen vom Basis- zum dynamischen Szenario durch farbige Schrift und durch Hinweise im Mouseover-Text gekennzeichnet. Gegebenenfalls sind im Mouseover-Text zudem noch alternative Zielfraktionen für die betreffende Partei angeführt.
Da es keine gesamteuropäischen Wahlumfragen gibt, basiert die Projektion auf aggregierten nationalen Umfragen und Wahlergebnissen aus allen Mitgliedstaaten. Wie die Datengrundlage für die Länder im Einzelnen aussieht, ist im Kleingedruckten unter den Tabellen erläutert. Mehr Informationen zu den europäischen Parteien und zu den Fraktionen im Europäischen Parlament gibt es hier.
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| EP heute | 45 | 53 | 135 | 78 | 184 | 84 | 85 | 27 | 29 | – |
| Aug. 26 (B) | 51 | 40 | 118 | 68 | 175 | 77 | 99 | 45 | 19 | 28 |
| Okt. 26 (B) | 52 | 40 | 120 | 69 | 172 | 78 | 99 | 45 | 18 | 27 |
| Okt. 26 (D) | 57 | 37 | 125 | 70 | 172 | 86 | 102 | 45 | 26 | – |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| DE | 10 Linke 1 Tier |
14 Grüne 3 Volt |
12 SPD | 3 FDP 3 FW 1 PdF |
17 Union 1 Familie 1 ÖDP |
25 AfD | 3 BSW 2 Partei |
|||
| FR | 8 LFI |
|
13 PS | 14 RE | 12 LR | 34 RN |
|
|||
| IT | 11 M5S 2 SI |
3 EV | 17 PD |
3 IV/+E
|
5 FI 1 SVP |
23 FdI | 5 Lega | 6 FN | ||
| ES |
2 Sumar 2 Pod 1 Bildu |
2 Sumar 1 ERC |
17 PSOE |
1 PNV
|
22 PP | 12 Vox |
1 SALF |
|||
| PL | 4 Lewica |
|
20 KO |
12 PiS 3 R+ |
4 Konf | 5 Konf | 5 KKP | |||
| RO | 9 PSD |
2 USR 1 PMP |
6 PNL 1 UDMR |
14 AUR |
|
|
||||
| NL |
|
3 PRO |
4 PRO | 4 D66 4 VVD 1 50+ |
3 CDA |
|
5 PVV | 3 FvD | 4 JA21 |
|
| BE | 3 PTB |
1 Groen |
2 Vooruit 3 PS |
2 MR 1 LE |
2 CD&V 1 CSP |
3 N-VA | 4 VB | |||
| CZ | 2 Piráti |
4 STAN 1 TOP09 |
3 ODS | 9 ANO |
2 SPD |
|
||||
| EL |
|
3 PASOK |
|
7 ND | 2 EL | 1 FL |
1 KKE 1 PE |
4 ELAS 1 Elpída 1 MéRA |
||
| HU |
|
|
14 TISZA |
6 Fidesz | 1 MHM |
|
||||
| PT |
|
|
7 PS | 1 IL | 6 AD | 7 Chega | ||||
| SE | 2 V | 1 MP | 6 S |
2 C 1 L |
4 M 1 KD |
4 SD | ||||
| AT |
|
3 Grüne | 3 SPÖ | 1 Neos | 5 ÖVP | 8 FPÖ |
|
|||
| BG |
|
2 PP |
3 GERB 2 DB |
|
1 V
|
9 PB |
||||
| DK | 1 Enhl. | 2 SF | 4 S |
1 V 1 RV 1 M |
1 LA 1 K |
1 DD |
2 DF |
|||
| SK | 4 PS |
2 Slov 1 KDH |
2 SaS |
2 REP |
3 Smer 1 Hlas |
|||||
| FI | 2 Vas | 1 Vihreät | 4 SDP |
2 Kesk |
3 Kok |
3 PS | ||||
| IE |
4 SF |
|
|
4 FF |
3 FG | 2 SD 1 Aontú |
||||
| HR | 2 Možemo | 3 SDP | 5 HDZ |
|
2 Most |
|||||
| LT |
1 DSVL |
2 LSDP |
2 LS |
3 TS-LKD | 1 LVŽS |
|
2 NA |
|||
| LV | 1 PRO |
|
|
1 JV |
4 AS 1 NA |
1 LPV |
1 SV |
|||
| SI |
1 Levica |
|
1 SD
|
3 GS |
3 SDS 1 N.Si |
|
||||
| EE | 1 SDE | 1 RE 1 KE |
2 Isamaa | 1 KE | 1 EKRE | |||||
| CY | 2 AKEL |
1 DIKO |
2 DISY | 1 ELAM |
|
|
||||
| LU |
|
1 LSAP | 2 DP | 2 CSV | 1 ADR | |||||
| MT | 3 PL | 3 PN |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| 05.10.26 | 52 | 40 | 120 | 69 | 172 | 78 | 99 | 45 | 18 | 27 |
| 17.08.26 | 51 | 40 | 118 | 68 | 175 | 77 | 99 | 45 | 19 | 28 |
| 15.06.26 | 49 | 40 | 122 | 71 | 181 | 74 | 98 | 39 | 19 | 27 |
| 20.04.26 | 52 | 39 | 124 | 70 | 173 | 78 | 103 | 36 | 21 | 24 |
| 23.02.26 | 54 | 37 | 124 | 64 | 175 | 83 | 104 | 37 | 24 | 18 |
| 07.01.26 | 53 | 37 | 122 | 71 | 177 | 80 | 104 | 38 | 27 | 11 |
| 10.11.25 | 51 | 37 | 124 | 71 | 175 | 81 | 105 | 39 | 24 | 13 |
| 01.09.25 | 55 | 40 | 123 | 66 | 176 | 85 | 105 | 37 | 21 | 12 |
| 01.07.25 | 51 | 44 | 124 | 73 | 181 | 80 | 99 | 36 | 20 | 12 |
| 19.05.25 | 49 | 40 | 130 | 76 | 179 | 79 | 100 | 35 | 23 | 9 |
| 24.03.25 | 52 | 41 | 131 | 73 | 177 | 79 | 99 | 33 | 24 | 11 |
| 27.01.25 | 48 | 43 | 130 | 81 | 185 | 77 | 93 | 29 | 24 | 10 |
| 02.12.24 | 43 | 41 | 131 | 83 | 186 | 73 | 100 | 27 | 24 | 12 |
| 07.10.24 | 44 | 41 | 136 | 79 | 186 | 74 | 96 | 26 | 29 | 9 |
| 12.08.24 | 44 | 45 | 137 | 77 | 191 | 73 | 88 | 25 | 31 | 9 |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
| Linke | G/EFA | S&D | RE | EVP | EKR | PfE | ESN | fʼlos | Sonst. | |
| 05.10.26 | 57 | 37 | 125 | 70 | 172 | 86 | 102 | 45 | 26 | – |
| 17.08.26 | 56 | 40 | 119 | 70 | 175 | 84 | 103 | 45 | 28 | – |
| 15.06.26 | 52 | 40 | 124 | 74 | 181 | 80 | 101 | 39 | 29 | – |
| 20.04.26 | 53 | 39 | 126 | 72 | 173 | 84 | 106 | 36 | 31 | – |
| 23.02.26 | 55 | 37 | 126 | 65 | 176 | 90 | 104 | 37 | 30 | – |
| 07.01.26 | 54 | 37 | 123 | 73 | 177 | 86 | 106 | 38 | 26 | – |
| 10.11.25 | 52 | 37 | 126 | 73 | 175 | 86 | 109 | 39 | 23 | – |
| 01.09.25 | 56 | 40 | 125 | 68 | 177 | 89 | 107 | 37 | 21 | – |
| 01.07.25 | 52 | 44 | 126 | 75 | 181 | 84 | 101 | 37 | 20 | – |
| 19.05.25 | 49 | 40 | 132 | 78 | 179 | 82 | 101 | 36 | 23 | – |
| 24.03.25 | 52 | 41 | 132 | 74 | 179 | 82 | 103 | 33 | 24 | – |
| 27.01.25 | 49 | 43 | 132 | 82 | 185 | 80 | 96 | 29 | 24 | – |
| 02.12.24 | 43 | 42 | 133 | 82 | 186 | 77 | 104 | 27 | 26 | – |
| 07.10.24 | 46 | 41 | 137 | 79 | 187 | 77 | 97 | 26 | 30 | – |
| 12.08.24 | 45 | 46 | 138 | 78 | 191 | 76 | 89 | 25 | 32 | – |
| Wahl 24 | 46 | 53 | 136 | 77 | 188 | 78 | 84 | 25 | 33 | – |
Für Übersichten von Sitzprojektionen aus früheren Wahlperioden siehe hier (2014-2019) und hier (2019-2024).
Für die Bildung einer eigenständigen Fraktion sind nach der Geschäftsordnung des Europäischen Parlaments mindestens 23 Abgeordnete aus mindestens einem Viertel der Mitgliedstaaten (also 7 der 27 Mitgliedstaaten) erforderlich. Gruppierungen, die diese Bedingungen nach der Projektion derzeit nicht erfüllen, müssten gegebenenfalls nach der Europawahl zusätzliche Abgeordnete für sich gewinnen, um sich (wieder) als Fraktion konstituieren zu können.
Dynamisches Szenario: Im dynamischen Szenario werden alle „sonstigen“ Parteien einer schon bestehenden Fraktion (oder der Gruppe der Fraktionslosen) zugeordnet. Außerdem werden gegebenenfalls Fraktionsübertritte von bereits im Parlament vertretenen Parteien berücksichtigt, die politisch plausibel erscheinen, auch wenn sie noch nicht öffentlich angekündigt wurden. Um diese Veränderungen gegenüber dem Basisszenario deutlich zu machen, sind Parteien, die im dynamischen Szenario einer anderen Fraktion zugeordnet werden, in der Tabelle mit der Farbe dieser Fraktion gekennzeichnet. Zudem erscheint der Name der möglichen künftigen Fraktion im Mouseover-Text. Die Zuordnungen im dynamischen Szenario basieren teils auf einer subjektiven Einschätzung der politischen Ausrichtung und Strategie der Parteien und können daher im Einzelnen recht unsicher sein. In der Gesamtschau kann das dynamische Szenario jedoch näher an der wirklichen Sitzverteilung nach der nächsten Europawahl liegen als das Basisszenario.
Die vollen Namen der Fraktionen und der nationalen Einzelparteien erscheinen als Mouseover-Text, wenn der Mauszeiger eine kurze Zeit regungslos auf der Bezeichnung in der Tabelle gehalten wird. Bei „sonstigen“ Parteien und Parteien, bei denen nach der nächsten Europawahl ein Fraktionswechsel wahrscheinlich erscheint, nennt der Mouseover-Text zudem die Fraktionen, denen sich die Partei gegebenenfalls anschließen könnte. Dabei wird die Fraktion, der die Partei im dynamischen Szenario zugeordnet ist, als Erstes aufgeführt.
Für Länder, in denen die letzte spezifische Europawahlumfrage mehr als zwei Wochen zurückliegt oder in den letzten zwei Wochen deutlich weniger Umfragen zur Europawahl als zur Wahl zum nationalen Parlament veröffentlicht wurden, wird stattdessen die jüngste verfügbare Umfrage für die Wahl zum nationalen Parlament bzw. der Durchschnitt aller Umfragen für das nationale oder das Europäische Parlament aus den letzten zwei Wochen vor der jüngsten verfügbaren Umfrage verwendet. Für Länder, in denen es keine aktuellen Umfragen für Parlamentswahlen gibt, wird stattdessen gegebenenfalls auf Umfragen zu Präsidentschaftswahlen zurückgegriffen, sofern sich die Umfragewerte der Präsidentschaftskandidat:innen plausibel auf die Parteien der Kandidat:innen übertragen lassen. Dies kann insbesondere Frankreich und Zypern betreffen. Für Mitgliedstaaten, für die sich überhaupt keine Umfragen finden lassen, wird auf die Ergebnisse der letzten nationalen Parlaments- oder Europawahl zurückgegriffen.
In der Regel werden die nationalen Umfragewerte der Parteien direkt auf die Gesamtzahl der Sitze des Landes umgerechnet. Für Länder, in denen die Wahl in regionalen Wahlkreisen ohne Verhältnisausgleich erfolgt (aktuell Belgien und Irland), werden regionale Umfragedaten genutzt, soweit diese verfügbar sind. Wo dies nicht der Fall ist, wird die Sitzzahl für jeden Wahlkreis einzeln berechnet, dabei aber jeweils die nationalen Gesamt-Umfragewerte herangezogen. Nationale Sperrklauseln werden, soweit vorhanden, in der Projektion berücksichtigt.
In Belgien entsprechen die Wahlkreise bei der Europawahl den Sprachgemeinschaft, während Umfragen üblicherweise auf Ebene der Regionen durchgeführt werden. Für die Projektion werden für die französischsprachige Gemeinschaft gegebenenfalls die Umfragedaten aus Wallonien, für die niederländischsprachige Gemeinschaft die Umfragedaten aus Flandern genutzt. Für die deutschsprachige Gemeinschaft wird das Ergebnis der letzten Europawahl herangezogen (1 Sitz für CSP).
In Ländern, in denen es üblich ist, dass mehrere Parteien als Wahlbündnis auf einer gemeinsamen Liste antreten, werden der Projektion plausibel erscheinende Listengemeinschaften zugrunde gelegt. In der Tabelle sind diese in der Regel unter der Bezeichnung des Wahlbündnisses oder der größten dazugehörigen Partei zusammengefasst. Manchmal gehören die Parteien eines Wahlbündnisses im Europäischen Parlament jedoch unterschiedlichen Fraktionen an. In diesem Fall wird (in der Regel auf Grundlage der Europawahl 2024) eine Plausibilitätsannahme über die Verteilung der Listenplätze getroffen. Das betrifft folgende Fälle: Spanien: Sumar: Sumar (1., 6. Listenplatz), CatComù (2.), Compromís (3.), IU (4.) und Más País (5.); Ahora Repúblicas: ERC (1., 4.), Bildu (2.) und BNG (3.); CEUS: PNV (1.) und CC (2.); Rumänien: ADU: USR (1.-2., 4.-5., 7.-9.), PMP (3.) und FD (6.); Ungarn: DK: DK (1.-4., 6., 8.), MSZP (5.), PM (7.); Slowenien: Levica/Vesna: Levica (1.) und Vesna (2.). In manchen Ländern ist die genaue Verteilung der Sitze unter den Parteien eines Wahlbündnisses von Vorzugsstimmen oder regionalen Wahlkreisergebnissen abhängig, sodass sich im Voraus nur eine Plausibilitätsannahme darüber treffen lässt. Dies betrifft folgende Fälle: Italien: AVS: EV (1., 3.-4., 6.-7. etc.) und SI (2., 5., 8. etc.); Polen: Konfederacja: NN (1., 3., 5. etc.) und RN (2., 4., 6. etc.). Vereinzelt kommt es auch vor, dass sich Abgeordnete derselben Partei auf mehrere Fraktionen aufteilen. In diesem Fall wird eine Plausibilitätsannahme über die Aufteilung nach der nächsten Europawahl getroffen, in der Regel auf Grundlage des Status quo. Dies betrifft derzeit folgende Fälle: Estland: KE (hälftig RE und EKR), Niederlande: PRO (im Basisszenario hälftig S&D und G/EFA; im dynamischen Szenario vollständig S&D). In Frankreich erfassen manche Umfragen PS (S&D), EELV (G/EFA), PCF (Linke) und manchmal auch LFI (Linke) zusammen; in diesen Fällen werden die erhobenen Werte zwischen den Parteien entsprechend dem Verhältnis in der letzten Umfrage aufgeteilt, in der diese getrennt ausgewiesen wurden. In Italien können Minderheitenparteien durch eine Sonderregelung auch mit nur recht wenigen Stimmen ins Parlament einziehen, sofern sie mit einer größeren Partei kooperieren. Dies ist der Fall bei der SVP im Bündnis mit FI.
Da es in Deutschland bei der Europawahl keine Sperrklausel gibt, können Parteien bereits mit weniger als 1 Prozent der Stimmen einen Sitz im Europäischen Parlament gewinnen. Da deutsche Umfrageinstitute für Kleinparteien jedoch in der Regel keine Werte ausweisen, wird in der Projektion jeweils das Ergebnis der letzten Europawahl herangezogen (je 3 Sitze für Volt und FW, 2 Sitze für die PARTEI, je 1 Sitz für Tierschutzpartei, ödp, Familienpartei und PdF). Falls eine Kleinpartei in aktuellen Umfragen einen besseren Wert erreicht als bei der letzten Europawahl, wird stattdessen dieser Umfragewert genutzt.
Die folgende Übersicht führt die Datengrundlage für die Mitgliedstaaten im Einzelnen auf. Die Daten beziehen sich auf den letzten Tag der Durchführung der Umfragen; falls dieser nicht bekannt ist, auf den Tag der Veröffentlichung:
Deutschland: nationale Umfragen, 22.9.-5.10.2026, Quelle: Wikipedia;
Frankreich: nationale Umfragen, 7.-8.10.2025, Quelle: Wikipedia;
Italien: nationale Umfragen, 22.9.-5.10.2026, Quelle: Wikipedia;
Spanien: nationale Umfragen, 21.9.-3.10.2026, Quelle: Wikipedia;
Polen: nationale Umfragen, 9.-22.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Rumänien: nationale Umfragen, 22.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Niederlande: nationale Umfragen, 28.9.-2.10.2026, Quelle: Wikipedia;
Belgien, französischsprachige Gemeinschaft: Umfragen für die nationale Parlamentswahl in der Wallonie, 15.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Belgien, niederländischsprachige Gemeinschaft: Umfragen für die nationale Parlamentswahl in Flandern, 15.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Belgien, deutschsprachige Gemeinschaft: Ergebnisse der Europawahl, 9.6.2024;
Tschechien: nationale Umfragen, 31.8.-12.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Griechenland: nationale Umfragen, 15.-28.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Ungarn: nationale Umfragen, 18.-30.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Portugal: nationale Umfragen, 14.-21.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Schweden: Ergebnisse der nationalen Parlamentswahl, 13.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Österreich: nationale Umfragen, 22.-23.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Bulgarien: nationale Umfragen, 29.9.-2.10.2026, Quelle: Wikipedia;
Dänemark: nationale Umfragen, 29.9.-4.10.2026, Quelle: Wikipedia;
Slowakei: nationale Umfragen, 21.-22.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Finnland: nationale Umfragen, 1.-14.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Irland: nationale Umfragen, 22.9.-4.10.2026, Quelle: Wikipedia;
Kroatien: nationale Umfragen, 22.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Litauen: nationale Umfragen, 26.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Lettland: Ergebnisse der nationalen Parlamentswahl, 3.10.2026, Quelle: Wikipedia;
Slowenien: nationale Umfragen, 16.-24.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Estland: nationale Umfragen, 27.9.2026, Quelle: Wikipedia;
Zypern: Ergebnisse der nationalen Parlamentswahl, 24.5.2026, Quelle: Wikipedia;
Luxemburg: nationale Umfragen, 24.4.2026, Quelle: Wikipedia;
Malta: Ergebnisse der nationalen Parlamentswahl, 30.5.2026, Quelle: Wikipedia.
Manuel Müller ist Europawissenschaftler und Herausgeber des Blogs „Der (europäische) Föderalist“. Er arbeitet vor allem zu Fragen der supranationalen Demokratie und institutionellen Reform der EU. |

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